7-Zip 26.02 behebt durch manipulierte Archive auslösbare Schwachstelle zur Codeausführung

Nutzer von 7-Zip sollten Version 26.02 installieren. Diese behebt eine Schwachstelle zur Remotecodeausführung im beliebten Windows-Archivierungsprogramm. Die Lücke könnte es Angreifern ermöglichen, be...

Nutzer von 7-Zip sollten Version 26.02 installieren. Diese behebt eine Schwachstelle zur Remotecodeausführung im beliebten Windows-Archivierungsprogramm. Die Lücke könnte es einem Angreifer ermöglichen, beliebigen Code auszuführen, nachdem ein Opfer ein speziell präpariertes Archiv geöffnet oder eine Seite aufgerufen hat, die dafür ausgelegt ist, schädliche XZ-komprimierte Daten zu übertragen.

Das Problem wurde vom Lunbun-Forscher Landon Peng gemeldet und in einem Advisory der Zero Day Initiative beschrieben. Es betrifft die Verarbeitung von XZ-Daten durch 7-Zip und ist auf einen heapbasierten Pufferüberlauf zurückzuführen. Obwohl das Projekt keine ausführliche technische Dokumentation veröffentlicht hat, deuten Änderungen am neuen Quellcode darauf hin, dass der Fix zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für die während der Dekomprimierung verfügbare Speichergröße einführt. Diese Prüfungen sollen verhindern, dass der Decoder über die Grenzen seines Ausgabepuffers hinaus schreibt.

Manuelle Installation erforderlich

7-Zip bietet keinen automatischen Aktualisierungsmechanismus, daher erhalten bestehende Installationen den Patch nicht selbstständig. Nutzer sollten Version 26.02 von der offiziellen Website des Projekts unter 7-zip.org herunterladen und installieren. Organisationen können, sofern angemessen, auch ihre freigegebenen Tools zur Softwareverwaltung verwenden und dabei überprüfen, dass die Pakete aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.

Die Ausnutzung erfordert eine Interaktion des Nutzers, etwa das Öffnen eines schädlichen Archivs. Diese Voraussetzung beseitigt das Risiko nicht: Angreifer verwenden häufig Phishing-Nachrichten, kompromittierte Websites und Social-Engineering-Taktiken, um Opfer dazu zu bringen, manipulierte Dateien zu öffnen.

Schwachstellen in der Archivverarbeitung wurden bereits bei Angriffen in der Praxis ausgenutzt. Eine 2025 ausgenutzte Schwachstelle in 7-Zip ermöglichte es Schadsoftware, die Mark-of-the-Web-Schutzmechanismen von Windows zu umgehen. Eine separate Schwachstelle in WinRAR wurde später in Phishing-Kampagnen zur Verbreitung der Schadsoftware RomCom eingesetzt.

Derzeit gibt es keine Berichte darüber, dass diese neu behobene 7-Zip-Schwachstelle in freier Wildbahn ausgenutzt wird. Dennoch wird aufgrund der weiten Verbreitung der Anwendung und der fehlenden automatischen Aktualisierung empfohlen, den Patch zeitnah zu installieren, um die Angriffsfläche für künftige Attacken zu verringern.