Strafverfolgungsbehörden aus mehreren Ländern haben laut den im Ausgangsmaterial bereitgestellten Informationen zusammengearbeitet, um eine mit der Ransomware-Gruppe KillSec verbundene Cybercrime-Operation zu stören.
Die Operation soll in den vergangenen zwei Jahren weltweit etwa 500 Opfer betroffen haben. Die verfügbaren Informationen nannten weder die beteiligten Länder noch die Opfer oder die technischen Methoden, die bei der Störungsmaßnahme eingesetzt wurden.
Der Fall wird mit einem mutmaßlichen KillSec-Drahtzieher in Verbindung gebracht, der 16 Jahre alt sein soll. Da der Verdächtige minderjährig ist, könnten die Behörden rechtlichen Einschränkungen bei der Veröffentlichung identifizierender Informationen oder weiterer Einzelheiten zu den Ermittlungen unterliegen.
Internationale Ransomware-Ermittlungen
An Ransomware-Operationen sind häufig Akteure, Infrastruktur, Opfer und Finanzaktivitäten beteiligt, die sich über mehrere Rechtsordnungen erstrecken. Daher erfordern Ermittlungen oft die Zusammenarbeit nationaler Polizeibehörden, Cybercrime-Einheiten, Staatsanwaltschaften und anderer staatlicher Partner.
Grenzüberschreitende Maßnahmen können Bemühungen umfassen, Verdächtige zu identifizieren, digitale Beweise zu sichern, Infrastruktur zu beschlagnahmen oder außer Betrieb zu setzen sowie betroffene Organisationen zu benachrichtigen. Eine Störung bedeutet nicht zwangsläufig, dass jeder Beteiligte einer Operation identifiziert wurde oder dass alle gestohlenen Daten wiederhergestellt werden konnten.
Überlegungen zum Risikomanagement
- Pflegen Sie Offline-Backups und testen Sie diese regelmäßig.
- Installieren Sie Sicherheitsupdates zeitnah, insbesondere für internetexponierte Systeme.
- Nutzen Sie Multi-Faktor-Authentifizierung und beschränken Sie administrative Berechtigungen.
- Überwachen Sie Netzwerke auf ungewöhnliche Aktivitäten und halten Sie einen Incident-Response-Plan vor.
Organisationen, die glauben, von Ransomware betroffen zu sein, sollten relevante Beweise sichern und geeignete Ressourcen für Incident Response, Rechtsberatung und Strafverfolgung kontaktieren.
