BeyondTrust veröffentlicht Fehlerbehebungen für kritische Authentifizierungsumgehungen in Remote Support und PRA

BeyondTrust hat Sicherheitsupdates für zwei seiner Remote-Access-Produkte veröffentlicht, nachdem kritische Schwachstellen entdeckt wurden, durch die Angreifer unter bestimmten B...

BeyondTrust hat Sicherheitsupdates für zwei seiner Remote-Access-Produkte veröffentlicht, nachdem kritische Schwachstellen entdeckt wurden, durch die Angreifer unter bestimmten Bedingungen die Authentifizierung umgehen und sich unbefugten Zugriff verschaffen könnten.

Betroffen sind BeyondTrust Remote Support (RS) und Privileged Remote Access (PRA). Nach Angaben des Unternehmens könnten die schwerwiegendsten Schwachstellen es einem netzwerkbasierten Angreifer ermöglichen, ohne gültige Zugangsdaten auf ein Appliance-System zuzugreifen, einschließlich des Zugriffs auf Konten mit erweiterten Berechtigungen. Eine weitere Schwachstelle kann zu einer Denial-of-Service-Situation führen, während ein separates Problem es einem Benutzer mit eingeschränkten Rechten ermöglichen könnte, auf Daten oder Funktionen außerhalb seiner vorgesehenen Berechtigungen zuzugreifen.

Erfasste Schwachstellen

  • CVE-2026-40138 – Eine Authentifizierungsumgehung vor der Anmeldung in RS und PRA mit einem CVSS-Score von 9,2.
  • CVE-2026-40139 – Eine ähnliche Authentifizierungsumgehung vor der Anmeldung in RS, ebenfalls mit einem CVSS-Score von 9,2.
  • CVE-2026-40140 – Eine Schwachstelle vor der Anmeldung, die zur Störung des Dienstes ausgenutzt werden könnte, mit einem CVSS-Score von 8,7.
  • CVE-2026-40141 – Ein Problem bei der Eingabevalidierung in einer Webanwendungskomponente, das unbefugten Zugriff auf Ressourcen ermöglichen könnte, mit einem CVSS-Score von 8,5.

BeyondTrust erklärte, dass die schwerwiegendsten Schwachstellen davon abhängen, dass eine bestimmte Authentifizierungseinstellung aktiviert ist. Das mit CVE-2026-40141 verbundene Problem bei der Zugriffskontrolle ist ebenfalls auf Konten mit bestimmten Berechtigungen beschränkt.

Alle vier Schwachstellen wurden intern im Rahmen des Sicherheitsüberprüfungsprozesses des Unternehmens entdeckt. BeyondTrust erklärte, dass das Unternehmen bei der Untersuchung eigene Recherchetools sowie öffentlich verfügbare KI-Modelle eingesetzt habe.

Der Anbieter hat die Probleme in folgenden Versionen behoben:

  • Remote Support RS 25.3.3 und höher
  • Privileged Remote Access PRA 25.3.3 und höher

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass die Schwachstellen aktiv ausgenutzt werden. Dennoch werden Kunden von BeyondTrust aufgefordert, die Patches schnell zu installieren, insbesondere angesichts der bisherigen Angriffe auf RS- und PRA-Produkte zur Bereitstellung von Webshells und Backdoors.