BeyondTrust behebt kritische Authentifizierungsumgehungsfehler in Remote-Access-Produkten
BeyondTrust hat Sicherheitsupdates für seine Produkte Remote Support (RS) und Privileged Remote Access (PRA) veröffentlicht, nachdem zwei kritische Schwachstellen entdeckt wurden, durch die Angreifer...
BeyondTrust hat Sicherheitsupdates für seine Produkte Remote Support (RS) und Privileged Remote Access (PRA) veröffentlicht, nachdem zwei kritische Schwachstellen entdeckt wurden, durch die Angreifer die Authentifizierung umgehen und auf geschützte Systeme zugreifen könnten.
Die als CVE-2026-40138 und CVE-2026-40139 geführten Schwachstellen betreffen RS- und PRA-Versionen 25.3.2 und früher. Laut BeyondTrust steht die erste Schwachstelle im Zusammenhang mit einer Schwäche bei der Authentifizierung im Zugriffssteuerungssystem des Produkts. Sie könnte es einem nicht authentifizierten Angreifer ermöglichen, Anmeldeschutzmechanismen zu umgehen und auf Appliance-Ressourcen, einschließlich privilegierter Konten, zuzugreifen. Die zweite Schwachstelle betrifft die Verarbeitung von RS-Authentifizierungsanfragen und könnte ebenfalls unbefugten Remote-Zugriff ermöglichen.
BeyondTrust erklärte, dass eine Ausnutzung davon abhängt, dass eine bestimmte Authentifizierungskonfiguration aktiviert ist, nannte jedoch nicht die genauen Voraussetzungen. Zusätzlich zu den beiden kritischen Fehlern behob das Unternehmen zwei Schwachstellen mit hohem Schweregrad, CVE-2026-40140 und CVE-2026-40141. Diese könnten auf nicht gepatchten Systemen zu Denial-of-Service-Zuständen oder unbefugtem Zugriff auf geschützte Informationen führen.
Hinweise zur Installation der Patches
Das Unternehmen erklärte, dass Kunden von cloudgehosteten RS- und PRA-Instanzen bereits durch einen am 21. April 2026 eingespielten Patch geschützt seien. Organisationen mit selbst gehosteten Installationen werden aufgefordert, das Sicherheits-Rollup vom April zu installieren, sofern automatische Updates nicht aktiviert sind, oder auf RS 25.3.3 oder höher beziehungsweise PRA 25.3.3 oder höher zu aktualisieren.
Shadowserver beobachtet derzeit knapp 2.000 RS- und PRA-Instanzen von BeyondTrust, die im öffentlichen Internet erreichbar sind. Es ist unklar, wie viele dieser Systeme Honeypots oder bereits gepatcht sind beziehungsweise noch als verwundbar gelten.
Warum die Erkenntnisse relevant sind
Die Remote-Access-Produkte von BeyondTrust werden zur Verwaltung sensibler Umgebungen eingesetzt. Daher können Schwachstellen, die die Authentifizierung schwächen, schwerwiegende Folgen haben. Das Unternehmen wies darauf hin, dass die schwerwiegendsten Fehler es einem externen Angreifer unter bestimmten Konfigurationen ermöglichen könnten, Zugriff zu erlangen. Die zusätzlichen Schwachstellen könnten hingegen Dienstunterbrechungen, unbeabsichtigte Datenoffenlegung oder erweiterten Zugriff durch authentifizierte Benutzer ermöglichen.
BeyondTrust erklärte nicht, dass die neu offengelegten Schwachstellen bereits vor der Veröffentlichung der Patches ausgenutzt wurden. Die Remote-Support-Software des Unternehmens war jedoch in der Vergangenheit Ziel von Angriffen. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Administratoren Updates schnell einspielen und exponierte Instanzen auf Anzeichen einer Kompromittierung überprüfen.
