Cisco erweitert Sicherheitsportfolio durch Übernahmen von Astrix und WideField
Cisco weitet seine Sicherheitsstrategie mit den Übernahmen von Astrix und WideField aus. Der Schritt verdeutlicht, wie schnell nichtmenschliche Identitäten für Unternehmensverteidiger zur Priorität we...
Cisco weitet seine Sicherheitsstrategie mit den Übernahmen von Astrix und WideField aus. Der Schritt verdeutlicht, wie schnell nichtmenschliche Identitäten für Unternehmensverteidiger zur Priorität werden. Die Übernahmen spiegeln einen umfassenderen Wandel in der Branche wider: Identitäten werden zunehmend zum zentralen Kontrollpunkt für den Schutz automatisierter Systeme, KI-Agenten, Dienstkonten und anderer maschinengesteuerter Workloads.
Sicherheitsanbieter argumentieren zunehmend, dass herkömmliche perimeterbasierte Abwehrmaßnahmen für Umgebungen nicht mehr ausreichen, in denen Software-Agenten eigenständig handeln und auf sensible Systeme zugreifen können. In einem solchen Modell benötigen Unternehmen bessere Einblicke darin, wer — oder was — Anfragen stellt, welche Berechtigungen verwendet werden und ob diese Privilegien noch angemessen sind.
Astrix und WideField scheinen genau in diese Richtung zu passen. Indem Cisco ihre Funktionen in seinen Sicherheits-Stack integriert, positioniert sich das Unternehmen so, dass es Kunden bei der Verwaltung der wachsenden Zahl nichtmenschlicher Identitäten in modernen IT-Umgebungen unterstützen kann. Diese Identitäten übertreffen häufig die Zahl menschlicher Benutzer und sind schwer nachzuverfolgen, da sie für Anwendungen, Integrationen, Workflows und Automatisierungstools und nicht für Mitarbeiter erstellt werden.
Die Übernahmen deuten außerdem darauf hin, dass Cisco die Identitäts-Governance als eine zunehmend wichtige Ebene im Sicherheitsbetrieb betrachtet. Da Unternehmen mehr KI-fähige Systeme einsetzen und immer mehr Geschäftsprozesse automatisieren, steigt das Risiko übermäßiger Berechtigungen, veralteter Zugangsdaten und verborgener Zugriffspfade. Verstärkte Kontrollen für nichtmenschliche Identitäten können dazu beitragen, diese Risiken zu reduzieren und Sicherheitsteams mehr Kontext zu Aktivitäten zwischen Maschinen zu geben.
Warum das wichtig ist
- Nichtmenschliche Identitäten werden zu einer größeren Angriffsfläche in Unternehmensnetzwerken.
- Sicherheitsanbieter rücken das Identitätsmanagement ins Zentrum ihrer Plattformen.
- KI-gesteuerte und automatisierte Workflows können zu einer unkontrollierten Ausweitung von Zugriffsberechtigungen führen, wenn sie nicht sorgfältig überwacht werden.
Ciscos jüngste Übernahmen positionieren das Unternehmen neben anderen Anbietern von Sicherheitsplattformen, die darauf setzen, dass Identitäten eine größere Rolle beim Schutz des „agentischen“ Unternehmens spielen werden. Anstatt Identität lediglich als einen Bestandteil des Zugriffsmanagements zu betrachten, signalisiert das Unternehmen, dass Identität seiner Einschätzung nach zu einer zentralen Ebene für die Kontrolle menschlicher und maschineller Aktivitäten werden wird.
