Wie Sicherheitsteams KI-SOC-Plattformen im Jahr 2026 bewerten können
Sicherheitsteams, die 2026 KI-gestützte SOC-Plattformen evaluieren, sehen sich einem überfüllten Markt gegenüber: SIEM-, SOAR- und neuere agentische Tools versprechen gleichermaßen, die Alert-Müdigkei...
Sicherheitsteams, die 2026 KI-gestützte SOC-Plattformen evaluieren, sehen sich einem überfüllten Markt gegenüber: SIEM-, SOAR- und neuere agentische Tools versprechen gleichermaßen, die Alert-Müdigkeit zu reduzieren und die Reaktionszeiten zu verbessern. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, Systeme zu unterscheiden, die lediglich eine KI-Schicht über bestehende Workflows legen, von Plattformen, die zentrale SOC-Aufgaben durchgängig automatisieren.
Branchenbeobachter erklären, dass die wichtigste Frage nicht das Branding ist, sondern ob die Plattform messbare Ergebnisse verbessern kann – etwa Untersuchungsgeschwindigkeit, Fehlalarmraten, Arbeitsaufwand für Analysten und langfristige Betriebskosten. Eine weitere Überlegung ist, ob die Architektur in den kommenden Jahren mit dem steigenden Volumen und der zunehmenden Komplexität von Angriffen umgehen kann.
Was echte KI-SOC-Plattformen auszeichnet
Die leistungsstärksten Angebote in dieser Kategorie nutzen KI-Agenten zur Unterstützung von Erkennung, Triage, Untersuchung und Reaktion und gewährleisten dabei die menschliche Aufsicht. Im Gegensatz dazu fassen nachgerüstete Tools Warnmeldungen oft erst im Nachhinein zusammen und sind weiterhin stark auf manuelle Analysen angewiesen. Die Qualität der zugrunde liegenden Datengrundlage ist ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit dieser Systeme.
Analysten, die Anbieter bewerten, wird empfohlen, während Proof-of-Concept-Tests sechs Bereiche zu prüfen:
- Ob die Plattform Identitäts-, Konfigurations-, Asset- und Verhaltensdaten in Echtzeit korreliert.
- Ob Agenten den gesamten Lebenszyklus eines Vorfalls abdecken können, statt nur die erste Triage-Phase.
- Ob Bewertungen durch überprüfbare und reproduzierbare Belege gestützt werden.
- Ob das System Aktivitäten über Datenquellen außerhalb des SIEM hinweg erkennt, einschließlich Cloud-, SaaS- und Code-Plattformen.
- Ob die Autonomie schrittweise eingeführt wird und für Aktionen mit höherem Risiko Genehmigungsschritte vorgesehen sind.
- Ob sich Leistungssteigerungen anhand einer klaren Ausgangsbasis vor der Bereitstellung messen lassen.
Anbieter treiben agentische Automatisierung voran
Ein in der Diskussion hervorgehobener Anbieter ist Exaforce. Das Unternehmen gibt an, dass seine Plattform mehrere Agenten einsetzt, um Erkennung, Triage, Untersuchung und Reaktion abzudecken. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet das System mit Cloud-, SaaS-, Identitäts-, Endpoint- und Codedaten und kann sowohl von internen Sicherheitsteams als auch im Rahmen eines Managed-Service-Modells genutzt werden.
Sicherheitsverantwortliche werden aufgefordert, sich weniger auf Versprechen vollständiger Autonomie zu konzentrieren und stattdessen darauf zu achten, ob ein Produkt vorhersehbare, prüfbare und wiederholbare Entscheidungen treffen kann. Mit der zunehmenden Einführung von KI im SOC wird die Datengrundlage hinter dem Agenten zunehmend als entscheidender Faktor betrachtet.
