Microsoft veröffentlicht Notfallupdates für Remote-Desktop-Störungen nach September-Patches

Microsoft hat Out-of-Band-Updates für Windows veröffentlicht, um Ausfälle der Remotedesktopdienste (RDS) zu beheben, die mit den Sicherheitsupdates vom September 2026 zusammenhängen. Das Problem betra...

Microsoft hat Out-of-Band-Updates für Windows veröffentlicht, um Ausfälle der Remotedesktopdienste (RDS) zu beheben, die mit den Sicherheitsupdates vom September 2026 zusammenhängen. Das Problem betraf einige Windows-Client- und -Serversysteme, wobei Administratoren fehlgeschlagene Remote-Desktop-Protokoll-Verbindungen, Anmeldeprobleme und nicht mehr reagierende Server meldeten.

Microsoft hatte die Berichte bereits zuvor bestätigt und vorübergehende, auf Gruppenrichtlinien basierende Workarounds angeboten, während dauerhafte Fehlerbehebungen vorbereitet wurden. Einige Organisationen stellten zudem fest, dass das Entfernen der kumulativen September-Updates die Remote-Desktop-Funktionalität wiederherstellte, dadurch jedoch auch die mit diesen Versionen bereitgestellten Sicherheitsmaßnahmen zurückgenommen wurden.

Updates für betroffene Plattformen veröffentlicht

Die am 14. September veröffentlichten Notfall-Patches umfassen Updates für mehrere unterstützte Windows-Versionen:

  • Windows 10 21H2 und 22H2: KB5129236
  • Windows 11 24H2 und 25H2: KB5129195
  • Windows 11 26H1: KB5129194
  • Windows Server 2019: KB5129238
  • Windows Server 2022: KB5129237
  • Windows Server 2025: KB5129235

Auf betroffenen Systemen konnte das zugrunde liegende Problem auch Verwaltungs- und Shell-Komponenten beeinträchtigen, darunter die Microsoft Management Console, RDS Licensing Diagnoser, den Datei-Explorer und die Windows-Update-Oberfläche.

Microsoft erklärte, dass die Fehlerbehebungen für Windows Server Probleme beheben, die durch die September-Updates KB5122871 für Windows Server 2025 und KB5122882 für Windows Server 2022 eingeführt wurden. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich je nach Plattform: Das Paket für Windows 11 26H1 wird über Windows Update, Windows Update for Business, WSUS und den Microsoft Update Catalog angeboten, während die Serverpakete über den Update Catalog verfügbar sind.

Zusätzliche Korrekturen für Hyper-V und Audio

Die Notfallversionen für Windows 11 beheben außerdem ein Problem mit Hyper-V-Workloads, die über den Host Compute Service verwaltet werden. In betroffenen Konfigurationen konnten Ordner, die über Plan9 von einem Windows-Host für eine virtuelle Linux-Maschine freigegeben wurden, nicht verfügbar sein oder im Gastsystem nicht angezeigt werden.

Microsoft korrigierte zudem einen Fehler, der bestimmte USB-Audio-Class-1.0-Geräte im Mehrkanalbetrieb betraf, etwa für Achtkanal- oder 3D-Audio. Das Unternehmen erklärte, dass ein separates USB-Audioproblem weiterhin ungelöst ist: Einige betroffene Geräte starten möglicherweise nicht, geben keinen Ton aus, zeigen im Geräte-Manager Fehler mit Code 10 an oder verfügen über nicht reagierende Lautstärke- und Tonsteuerungen. Microsoft teilte mit, weiterhin an einer Lösung für diese verbleibenden Symptome zu arbeiten.