Miinto: Unbefugter Zugriff legte Informationen zu Kundenbestellungen offen
Der dänische Modemarktplatz Miinto hat Kunden darüber informiert, dass eine unbefugte Partei auf sein internes Bestellverwaltungssystem zugegriffen und möglicherweise Informationen zu Käufen eingesehe...
Der dänische Modemarktplatz Miinto hat Kunden darüber informiert, dass eine unbefugte Partei auf sein internes Bestellverwaltungssystem zugegriffen und möglicherweise Informationen zu Käufen eingesehen hat.
Das Unternehmen legte den Vorfall in E-Mails an betroffene Käufer offen, darunter auch Kunden im Vereinigten Königreich. Miinto teilte mit, den Vorfall den Strafverfolgungsbehörden und der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet zu haben, nannte jedoch weder die Zahl der betroffenen Datensätze noch erklärte es, wie der Angreifer Zugriff erlangte.
Möglicherweise offengelegte Informationen
Der Benachrichtigung zufolge könnten die kompromittierten Bestelldaten die Namen, E-Mail-Adressen, Postanschriften und Telefonnummern der Kunden enthalten haben. Miinto erklärte außerdem, dass aus den Informationen hervorgehen könnte, ob ein Kunde per Karte oder über einen Dienst wie Klarnas Option „Pay in Three“ bezahlt hat, ebenso wie der verwendete Kartentyp.
Das Unternehmen erklärte, dass Zahlungskartennummern, Sicherheitscodes und andere Verifizierungsdaten bei dem Vorfall nicht offengelegt wurden. Dennoch warnte es, dass Kriminelle die verfügbaren Informationen nutzen könnten, um betrügerische Nachrichten glaubwürdiger erscheinen zu lassen.
Hinweis auf Phishing-Risiko
Miinto forderte Kunden auf, bei E-Mails, Textnachrichten oder Anrufen, die angeblich vom Unternehmen stammen, vorsichtig zu sein. Käufer sollten nicht auf unerwartete Links klicken, keine Passwörter oder Zahlungsinformationen weitergeben und Anfragen unabhängig überprüfen, indem sie Miinto über eine bekannte Adresse aufrufen, statt Links in Nachrichten zu verwenden.
Miinto teilte mit, den Vorfall eingedämmt, den Zugriff der unbefugten Partei entfernt und die Sicherheitskontrollen rund um sein Bestellverwaltungssystem verstärkt zu haben. Das Unternehmen entschuldigte sich für die entstandene Besorgnis und erklärte, weiterhin in Maßnahmen zu investieren, die ähnliche Vorfälle verhindern sollen.
Der 2009 gegründete und in Kopenhagen ansässige Marktplatz ist in 14 Ländern tätig. Miinto meldete im Januar einen Jahresumsatz von 869 Millionen dänischen Kronen, umgerechnet etwa 132,9 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen veröffentlichte keine separate öffentliche Mitteilung zu dem Vorfall und hatte zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht auf Anfragen nach weiteren Informationen reagiert.
