Tarah Wheeler über Cybersicherheit, Politik und die menschliche Seite der Sicherheit
Tarah Wheeler, heute CISO bei der TPO Group, hat einen ungewöhnlichen Weg in die Cybersicherheit eingeschlagen. Das Unternehmen, dessen Name für Technologie, Politik und operative Abläufe steht, berät...
Tarah Wheeler, heute CISO bei der TPO Group, hat einen ungewöhnlichen Weg in die Cybersicherheit eingeschlagen. Das Unternehmen, dessen Name für Technologie, Politik und operative Abläufe steht, berät Organisationen in Hochrisikosektoren, darunter kritische Infrastrukturen und Bundesbehörden. Wheeler sagt, sie habe ursprünglich nicht im Sicherheitsbereich arbeiten wollen, sich jedoch dafür interessiert, nachdem sie erkannt hatte, dass dieses Feld eine Möglichkeit bietet, zu untersuchen, wie Menschen unter Druck und in Umgebungen handeln, in denen Beobachtung, Vertrauen und Konflikte gleichermaßen eine Rolle spielen.
Eine von mehreren Disziplinen geprägte Karriere
Wheeler beschreibt sich selbst ebenso als Sozialwissenschaftlerin und Autorin wie als Führungskraft im Sicherheitsbereich. Im Laufe der Zeit hat sie in den Bereichen Red Teaming, Purple Teaming, Security Operations, physische Sicherheit, digitale Sicherheit und Social Engineering gearbeitet. Dieser breit gefächerte Hintergrund habe ihr geholfen, in den Bereich Risiko und Compliance zu wechseln, in dem Sicherheitsentscheidungen große Gruppen von Menschen betreffen und sich auf das Verhalten von Organisationen in großem Maßstab auswirken.
Zu ihren beruflichen Stationen gehören Microsoft, Silent Circle, Symantec und Splunk sowie fortlaufende Führungspositionen bei Red Queen Technologies und der TPO Group. Außerdem hat sie umfangreich über Technologie und Politik geschrieben, darunter einen Artikel über Cyberkrieg für Foreign Policy, ein Buch über Frauen in der Technologiebranche sowie Grundsatzpapiere für Organisationen wie den Council on Foreign Relations und das Belfer Center der Harvard University.
Wheelers Arbeit erstreckt sich auch auf öffentliche Politik und Interessenvertretung. Im Jahr 2024 sagte sie vor dem Ausschuss des US-Senats für Heimatschutz und Regierungsangelegenheiten bei einer Anhörung zum Cyber Safety Review Board aus, was sie als wichtigen Meilenstein bezeichnete. Zu ihren politischen Interessengebieten gehören internationale Beziehungen, Heimatschutz, Extremismus, Drohnen sowie die Auswirkungen staatlicher Konflikte auf die Cybersicherheit.
Sie hatte Fellowships und Positionen als Senior Fellow inne, die sich auf globale Cyberpolitik und regionale Sicherheitsfragen konzentrierten, und gehört dem Vorstand der Electronic Frontier Foundation an. Außerdem gründete sie das jährliche EFF Benefit Poker Tournament auf der DEF CON und ist bis heute dessen Gastgeberin. Damit verbindet sie ihr Interesse an digitalen Rechten mit ihrer anhaltenden Begeisterung für Poker.
Wheeler ist der Ansicht, dass der Begriff „Hacker“ nicht mit Kriminalität gleichgesetzt werden sollte. Ihrer Auffassung nach bezeichnet Hacking eine Reihe von Fähigkeiten und eine bestimmte Art, Systeme klar zu erkennen. Die ethische Entscheidung bestehe darin, ob diese Fähigkeiten zum Schutz von Menschen oder zu deren Ausbeutung eingesetzt werden.
